Wo gibt es Nahtstellen, bzw. Narben?
Der Narbenverlauf sei in folgender Skizze schematisch festgehalten.
1. Die klassische Mamma-Reduktionsplastik nach McKissock, Pitanguy, Ribeiro u.a.: Nahtstelle um dem Warzenhof sowie vertikal nach unten und horizontal in der Umschlagsfalte in Form eines umgekehrten T. Der horizontale Anteil wird nach Möglichkeit kurz gehalten. Breit nach seitlich ausladende Narben sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da diese Stellen zu Verdickung und Keloidbildung neigen.
2. Die sogenannte „vertikale Mamma-Reduktionsplastik nach Lassus-Lejour“,
mit dem Narbenverlauf und dem Warzenhof sowie vertikal nach unten bis zur Umschlagsfalte. Horizontale Narbenanteile fehlen bei dieser Methode. Es ist dies die neueste Technik und v.a. bei jungen Frauen zu empfehlen, um den Narben- befund möglichst minimal zu gestalten.
3. Die sogenannte periareoläre Reduktionsplastik mit Nahtstelle nur um den Warzenhof, nur selten anwendbar, bei kleineren Befunden.
Die Qualität der Narben ist Veranlagungssache. Die plastische Naht wird so fein wie nur möglich ausgeführt, der Vernarbungsprozess ist jedoch individuell verschieden. Es kann vorübergehend eine Rötung und Verdickung der Narben auftreten, welche mit Auflage des sogenannten „Silikonpatches“ sowie verschiedenen Narbencrèmen über mehrere Monate behandelt wird. Im allgemeinen beträgt die Zeitdauer ein Jahr oder sogar etwas darüber hinaus bis die Nahtstellen ihre endgültige Feinheit und Unauffälligkeit erreicht haben.


